
Projekt Hauptuntersuchung Lok 30

Zum Herbst 2024 wurde mit der erneuten Hauptuntersuchung der T3 Nr. 30 begonnen. Da die Lok 20 sämtliche Zugleistungen zuverlässig übernehmen konnte, wurde auf eine weitere Verlängerung der laufenden Fristen verzichtet. Stattdessen entschied man sich für eine umfassende Aufarbeitung der Lokomotive, um ihren technischen Zustand nachhaltig zu sichern und die Voraussetzungen für einen langfristigen Betrieb zu schaffen.

Im Rahmen der laufenden Restaurierungsarbeiten wurden die ersten Arbeiten an den Lagern der Steuerung aufgenommen. Nach der Demontage beziehungsweise Freilegung der betreffenden Bauteile erfolgte eine erste Begutachtung und Reinigung. Anschließend werden die Lagerstellen auf Verschleiß und Beschädigungen geprüft und für die weitere Aufarbeitung vorbereitet.

Im nächsten Arbeitsschritt wurde der Dampfdom abgenommen. Hierzu wurden die Befestigungen vorsichtig gelöst und der Dom anschließend vom Kessel abgehoben. Nach der Demontage konnten die darunterliegenden Bereiche sowie die Dicht- und Auflageflächen erstmals genauer kontrolliert und für die weiteren Arbeiten vorbereitet werden.

Der Kohlekasten wurde für die anstehenden Reparaturarbeiten abgenommen. Nach der Demontage konnten die betroffenen Bereiche genauer begutachtet und der Zustand des Kastens sowie der Befestigungspunkte überprüft werden. Anschließend erfolgt die notwendige Aufarbeitung und Instandsetzung.

Im Zuge der Kesselinstandsetzung wurde ein neues Waschlukenfutter in den Kessel eingeschweißt. Das schadhafte beziehungsweise verschlissene Bauteil wurde zuvor entfernt und der Bereich für den Einbau vorbereitet. Anschließend erfolgte das fachgerechte Einschweißen des neuen Waschlukenfutters.

Nach Abschluss der Reparaturarbeiten konnte der Kohlekasten wieder an seinem vorgesehenen Platz montiert werden. Anschließend wurden die Befestigungen kontrolliert und der ordnungsgemäße Sitz des Kohlekastens überprüft.

Für die weiteren Instandsetzungsarbeiten wurde die Lok ausgeachst. Dabei wurden die Radsätze aus dem Fahrwerk ausgebaut, sodass nun sowohl die Achsen und Lager als auch die zugehörigen Fahrwerksbauteile gründlich kontrolliert und aufgearbeitet werden können.

Die ausgebauten Achsen wurden gründlich überprüft und auf ihren Zustand hin kontrolliert. Nach Abschluss der Prüfungen werden sie für die weitere Aufarbeitung vorbereitet und anschließend mit einem neuen Schutzanstrich versehen.

Nach Abschluss der Arbeiten am Fahrwerk konnte die Lok wieder aufgeachst werden. Die überarbeiteten Radsätze wurden eingesetzt und die Lok steht damit wieder auf ihren eigenen Rädern. Anschließend konnten die weiteren Montage- und Instandsetzungsarbeiten fortgeführt werden.

Für das Bremsgestänge wurde eine neue Welle angefertigt. Die alte Welle wurde ersetzt, um eine zuverlässige und spielfreie Funktion der Bremsanlage wiederherzustellen. Nach der Fertigung erfolgt die Anpassung und der Einbau in das Bremsgestänge.

Die Welle des Bremsgestänges wurde überarbeitet und für den weiteren Einsatz instand gesetzt. Dabei wurden die relevanten Lager- und Passflächen kontrolliert und bei Bedarf nachgearbeitet. Nach Abschluss der Arbeiten kann die Welle wieder in das Bremsgestänge eingebaut werden.

Der Flachschieber wurde vollständig aufgearbeitet und befindet sich nun wieder in einem einsatzfähigen Zustand. Die relevanten Gleit- und Dichtflächen wurden kontrolliert und entsprechend nachgearbeitet, sodass das Bauteil für den späteren Wiedereinbau vorbereitet ist.


